Wechsel von PKV zur GKV

Der Wechsel von PKV zur GKV kann teuer werden

Jeder der einen Wechsel von der privaten Krankenversicherung zurück in die gesetzliche Krankenversicherung plant, sollte alle Gründe sowohl dafür als auch dagegen gut abwägen. Wechsel von PKV zur GKV kann unter Umständen erheblich teurer werden, als in der PKV zu bleiben.

Aus unserer Erfahrung ist es gerade die Altersschicht zwischen 50 und 55 Jahren, die über einen Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nachdenkt – Grund hierfür sind die vermeindlich günstigeren Beiträge im Rentenalter.

Gerade diese Kunden einer PKV im Alter zwischen 50 und 55 schaffen es aber kaum als pflichtversichertes Mitglied zurück in die GKV zu wechseln.

Unüberlegtes Zurückwechseln kann unangenehme Konsequenzen haben

Wechselwillige PKV Kunden vergessen häufig, dass es gute Gründe gibt in der PKV zu bleiben:

  • 1.) Der Versicherungsschutz einer guten privaten Krankenversicherung ist gerade im Rentenalter die bessere Wahl bei optimaler medizinischer Versorgung
  • 2.) Auch in der PKV gibt es auf Antrag eine staatliche Förderung, die bis zur 50% der monatlichen Beiträge der eigenen PKV übernimmt.
  • 3.) Im Alter zwischen 50 und 55 ist wahrscheinlich nur eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV möglich, somit drohen höhere Beiträge im Alter, die gegebenfalls über dem Beitrag der eigenen PKV liegen können.

Beispiel wie schwer es ist ein pflichtversicherter Rentner in der GKV zu werden

Ein Handwerker arbeitet bis zur Selbständigkeit als Lehrling (Lehrbeginn mit 17) und Angestellter bis zum 27. Lebensjahr und ist gesetzlich krankenpflichtversichert. Mit 27 macht er sich selbstständig und wechselt in eine gute private Krankenversicherung. Mit 53 Jahren bekommt er von seinem Steuerberater den Tipp doch in die GKV zurückzuwechseln, mit dem Hinweis, dass dies nur bis zum 55. Lebensjahr ginge. Ohne Expertenrat wechselt er in die GKV zurück. Mit 67 geht er in Altersrente.

Dumm gelaufen – Der Handwerker in diesem Beispiel kommt nicht in die Krankenversicherung der Rentner KVdR, da er die Vorversicherungszeit nicht erfüllt. Er bekommt den freiwilligen Status in der GKV und muss somit nicht nur auf seine gesetzlichen Rentenbezüge Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, sondern auch auf seine Mieteinnahmen.

Der Krankenversicherungsbeitrag ist höher in der GKV, als sein Beitrag in der PKV.

Welche Vorversicherungszeiten sind für einen pflichtversicherten Status zu erfüllen

Unser Handwerker im Beispiel war 50 Jahre lang erwerbstätig. Um den pflichtversicherten Status und die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentener bekommen zu können, hätte er in der 2. Hälfte seines Erwerbslebens mindestens 90% Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein müssen.

Die 2. Hälfte begann mit dem 42.Lebensjahr. Von 42 bis 67 wären also mindestens 22,5 Jahre nachzuweisen gewesen sein. Seine Entscheidung zurückzuwechseln, hätte also im 44. Lebensjahr erfolgen müssen und nicht mit 53.

Informationen zum Thema Krankenversicherung für Rentner

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